Zum 125. Todesjahr von Johannes Brahms

Am 24./25. September singen wir das "Schicksalslied" und "Nänie" von Johannes Brahms sowie den 42. Psalm von Felix Mendelssohn Bartholdy. Wir freuen uns auf Sie!

Die Konzerte

  • Samstag, 24. September 2022 um 19.30 Uhr in der Pauluskirche Zürich
  • Sonntag, 25. September 2022 um 17 Uhr in der reformierten Kirche Pfäffikon ZH

Zum Programm

Im Herbst 2022 wagt sich der Paulus-Chor an grossartige Werke der deutschen Romantik. Zum 125-igsten Todesjahr von Johannes Brahms singen wir sowohl das «Schicksalslied» (op. 54) als auch «Nänie» (op. 82) – eine Vertonung nach dem Gedicht von Friedrich Schiller. Das Irdische und das Göttliche, Schicksal, Leben und Tod – viele schwere, bedeutsame Worte liegen in Hyperions Schicksalslied. Es ist vielleicht der düsterste Text, den Johannes Brahms musikalisch verarbeitet hat – und der einzige von Friedrich Hölderlin. Im Gegensatz zur Hoffnungslosigkeit der Dichtung aber spendet Brahms' Musik den ins Ungewisse fallenden Menschen am Ende Trost, Hoffnung und Mut auf ein anderes Leben. Mit seiner Vertonung von Friedrich Schillers Klagegesang Nänie über die Vergänglichkeit des Schönen reagierte Brahms auf den Tod eines Freundes. Ähnlich wie in seinem «Deutschen Requiem» stellt er eine musikalische Versöhnung her zwischen der Trauer um die Verstorbenen und der Tröstung der Hinterbliebenen. Wie im «Schicksalslied» endet Brahms mit der instrumentalen Einleitung als Nachspiel, hier allerdings mit einem klingenden Lebewohl des Komponisten.

Komplettiert und abgerundet wird das Programm durch die wunderschöne und facettenreiche Vertonung des 42. Psalms «Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser» von Felix Mendelssohn Bartholdy (op. 42), die zweifellos als eines der schönsten Werke Mendelssohns gilt. Die Uraufführung der ersten Fassung fand am 1. Januar 1838 im Gewandhaus Leipzig statt. Im Frühjahr des gleichen Jahres folgte die überarbeitete, endgültige Fassung. Die Psalmkantate wurde zu Lebzeiten des Komponisten häufig aufgeführt und auch vom selbstkritischen Mendelssohn als eine seiner besten Kirchenkompositionen eingeschätzt. Robert Schumann bewertete 1837 den 42. Psalm als «die höchste Stufe, die er (Mendelssohn) als Kirchenkomponist, ja die neuere Kirchenmusik überhaupt, erreicht hat».